Stell dir vor, du investierst zwei Jahre deines Lebens in den Aufbau deiner Instagram-Präsenz. Jeden Tag postest du wertvollen Content, antwortest auf Kommentare, baust eine Community von 50.000 Followern auf. Dann ändert Instagram über Nacht den Algorithmus – und deine Reichweite bricht um 80% ein. Oder schlimmer: Dein Account wird aus irgendeinem Grund gesperrt. Puff. Zwei Jahre Arbeit, weg.
Genau das ist 2023 tausenden Content Creators passiert. Und genau deshalb stelle ich dir heute eine provokante These vor: Wenn du zwischen dem Aufbau deines Newsletters und deiner Social-Media-Präsenz wählen musst, solltest du mit dem Newsletter anfangen.
Ich weiß, was du jetzt denkst: „Aber Newsletter sind doch altmodisch! Alle sind auf Instagram, TikTok, LinkedIn!“ Und ja, Social Media ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Aber lass mich dir erklären, warum dein Newsletter die Grundlage deines Online-Business sein sollte – und Social Media das Werkzeug, um ihn zu füllen.
Der fundamentale Unterschied: Besitz vs. Miete
Hier ist die harte Wahrheit über Social Media: Du besitzt deine Follower nicht. Du mietest sie von Facebook, Instagram, TikTok oder LinkedIn. Diese Plattformen leihen dir Aufmerksamkeit – unter ihren Bedingungen.
Mark Zuckerberg kann morgen entscheiden, dass organische Reichweite nur noch 2% beträgt (tatsächlich liegt sie auf Facebook oft schon darunter). Elon Musk kann X komplett umkrempeln. TikTok kann in deinem Land verboten werden. Du hast null Kontrolle darüber.
Deine Email-Liste gehört dir. Punkt. Niemand kann dir diese Liste wegnehmen. Niemand kann zwischen dich und deine Community treten. Kein Algorithmus entscheidet, wer deine Nachricht sieht.
Tim Ferriss, Autor von „Die 4-Stunden-Woche“ und einer der erfolgreichsten Content Creator überhaupt, hat einmal gesagt: „Meine Email-Liste ist mein wertvollstes digitales Asset. Wenn ich morgen alle Social-Media-Accounts verlieren würde, könnte ich mein Business von Null wieder aufbauen – solange ich meine Email-Liste habe.“
Denk mal darüber nach: Wenn du 10.000 Instagram-Follower hast, erreichst du mit einem Post vielleicht 500-1000 Menschen – wenn du Glück hast. Wenn du 10.000 Newsletter-Abonnenten hast, landen deine Emails bei 9.500+ Menschen direkt im Posteingang. Die Öffnungsrate bei einem gepflegten Newsletter liegt durchschnittlich bei 20-40%, bei Social Media beträgt die organische Reichweite oft unter 5%.
Der Wert einer Email-Adresse: Warum Newsletter dein Umsatz-Motor sind
Lass uns über Geld sprechen. Denn am Ende willst du mit deinem Online-Business ja auch Geld verdienen, oder?
Es gibt eine alte Marketing-Weisheit: „Das Geld liegt in der Liste.“ Und die Zahlen geben ihr Recht. Eine Email-Adresse ist im E-Commerce durchschnittlich 20-40 Euro wert – abhängig von deiner Nische und wie gut du deine Liste pflegst.
Pat Flynn, der mit seinem Blog „Smart Passive Income“ mehrere Millionen Dollar Umsatz macht, hat öffentlich seine Zahlen geteilt: Auf jeden Dollar, den er in Email-Marketing investiert, kommen 42 Dollar Umsatz zurück. Bei Social-Media-Ads liegt der Return on Investment deutlich niedriger.
Warum ist das so? Weil Email das persönlichste digitale Medium ist. Menschen checken ihre Emails mehrmals täglich. Sie geben dir bewusst Zugang zu ihrem Posteingang – dem Ort, wo die wichtigsten Nachrichten landen. Das ist Vertrauen. Und Vertrauen lässt sich monetarisieren.
Die Customer Journey verstehen
Denk an deinen eigenen letzten Online-Kauf. Wahrscheinlich lief es so ab:
Du hast jemanden auf Social Media entdeckt, fandest den Content interessant, bist dem Account gefolgt. Vielleicht hast du ein paar Posts gesehen, ein Video geschaut. Dann hast du dich für den Newsletter eingetragen, weil es ein cooles Freebie gab. Über die nächsten Wochen hast du regelmäßig Emails bekommen. Wertvoller Content, persönliche Einblicke, hilfreiche Tipps. Und dann, nach der fünften oder sechsten Email, kam das Angebot – und du hast gekauft.
Social Media ist der Eisbrecher. Email ist der Vertrauensaufbau. Der Newsletter ist das Verkaufsgespräch.
Die meisten Menschen kaufen nicht beim ersten Kontakt. Sie brauchen 7-12 Berührungspunkte mit deiner Marke, bevor sie kaufbereit sind. Und genau hier brilliert Email-Marketing: Du kannst eine automatisierte Willkommens-Serie erstellen, die neue Abonnenten über Wochen hinweg nurturet, Vertrauen aufbaut und zum Kauf führt – alles auf Autopilot.
Russell Brunson, Gründer von ClickFunnels und selbst mit Email-Marketing zum Millionär geworden, sagt: „Der Zweck deines gesamten Social-Media-Contents ist es, Menschen auf deine Email-Liste zu bekommen. Dort findet die eigentliche Beziehung statt. Dort passieren die Verkäufe.“
Langfristige Strategie: Aufbau eines echten Assets
Lass uns strategisch denken. Du baust ein Business, keinen Hobby-Account. Ein echtes Business braucht Assets – Vermögenswerte, die im Wert steigen.
Eine Email-Liste ist so ein Asset. Sie wächst (hoffentlich) kontinuierlich. Sie wird wertvoller mit der Zeit, weil die Beziehung zu deinen Abonnenten tiefer wird. Wenn du dein Business eines Tages verkaufen möchtest, ist deine Email-Liste oft der wertvollste Teil – mehr wert als deine Website, dein Content oder deine Social-Media-Accounts.
Social-Media-Follower sind volatil. Menschen folgen dir heute, entfolgen dich morgen. Der Algorithmus spielt verrückt. Trends ändern sich. TikTok ist heute hip, morgen vielleicht durch die nächste Plattform ersetzt.
Die Plattform-Roulette vermeiden
Erinnerst du dich an Vine? An Google+? An MySpace? Alle waren mal „die Zukunft“. Heute sind sie Geschichte. Tausende Creator haben ihre kompletten Audiences verloren, als diese Plattformen eingestellt wurden.
Selbst bei aktuellen Plattformen ist nichts garantiert. Als Facebook seine Algorithmen änderte, mussten viele Seiten-Betreiber mit Millionen Likes feststellen, dass plötzlich kaum noch jemand ihre Posts sah. Die durchschnittliche organische Reichweite einer Facebook-Seite liegt heute bei unter 2%.
Email hingegen existiert seit den 70er Jahren und wird nicht verschwinden. Die Technologie ist standardisiert, offen und unabhängig von einzelnen Unternehmen. Deine Email-Liste kannst du von Mailchimp zu ConvertKit zu ActiveCampaign zu welchem Anbieter auch immer mitnehmen. Sie gehört dir.
Noah Kagan, Gründer von AppSumo, hat seinen Newsletter auf über 1 Million Abonnenten aufgebaut. Er sagt: „Ich habe in den letzten 15 Jahren auf mindestens 10 verschiedenen Social-Media-Plattformen Content gepostet. Die meisten davon existieren nicht mehr oder sind irrelevant geworden. Aber meine Email-Liste? Die ist immer noch da und wächst.“
Der psychologische Vorteil: Aufmerksamkeit in einer ablenkenden Welt
Wir leben im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie. Und Social Media ist das Epizentrum der Ablenkung.
Wenn jemand Instagram öffnet, ist er im Entertainment-Modus. Er scrollt, liked, wird von einem Reel zum nächsten gezogen. Dein Post konkurriert mit Urlaubsfotos, Katzenvideos, News und hundert anderen Dingen. Die durchschnittliche Verweildauer bei einem Social-Media-Post liegt bei 1-2 Sekunden.
Wenn jemand seine Emails öffnet, ist er im Aufnahme-Modus. Er will Informationen konsumieren. Er hat bewusst entschieden, seinen Posteingang zu checken. Und wenn er deine Email öffnet, gehört ihm für die nächsten Minuten seine volle Aufmerksamkeit – keine Banner, keine Vorschläge für andere Accounts, keine Ablenkungen.
Die Beziehungstiefe macht den Unterschied
Social Media ist oberflächlich. Es muss oberflächlich sein – es ist auf schnelle Interaktion ausgelegt. Double-Tap, Scroll, nächster Post.
Email ermöglicht Tiefe. Du kannst längere, durchdachte Nachrichten schreiben. Du kannst persönlicher werden. Du kannst Geschichten erzählen, ohne ständig von einem Algorithmus unterbrochen zu werden, der „relevantere“ Inhalte zeigen will.
Ann Handley, eine der erfolgreichsten Content-Marketers weltweit, schreibt wöchentlich einen Newsletter mit mehreren tausend Wörtern. Ihre Öffnungsraten liegen konstant über 40%. Sie sagt: „In meinem Newsletter kann ich die Person sein, die ich wirklich bin. Auf Social Media muss ich mich an Formate, Trends und Algorithmen anpassen. Meine Newsletter-Abonnenten kennen mich besser als meine 100.000 Social-Follower.“
Die praktische Wahrheit: Wie du beides sinnvoll nutzt
Okay, genug Theorie. Lass uns praktisch werden. Die Wahrheit ist: Du brauchst beides. Aber du solltest mit dem Newsletter anfangen und Social Media strategisch nutzen.
Hier ist deine Strategie:
Phase 1: Newsletter-Fundament legen
Bevor du auch nur einen Social-Media-Post veröffentlichst, richte deinen Newsletter ein:
Wähle einen Email-Service-Provider. Für den Anfang empfehle ich ConvertKit (speziell für Creator), MailerLite (günstig und einfach) oder Brevo (kostenlos bis 300 Abonnenten). Du brauchst am Anfang keine teuren Tools mit allen Features.
Erstelle ein unwiderstehliches Freebie. Das ist der Köder, mit dem du Menschen auf deine Liste bekommst. Eine Checkliste, ein Mini-Kurs, ein PDF-Guide, eine Vorlage – etwas, das ein konkretes Problem deiner Zielgruppe löst. Keine 50-seitige Abhandlung. Etwas Kompaktes, Umsetzbares, Wertvolles.
Baue eine einfache Landing Page. Eine Seite mit einer klaren Überschrift („Lade dir meinen kostenlosen Guide herunter“), den Vorteilen deines Freebies und einem Anmeldeformular. Fertig. Nutze dafür Tools wie Carrd, Notion oder ein einfaches WordPress-Plugin.
Plane deine ersten 5-10 Emails. Was sollen neue Abonnenten in den ersten Wochen von dir hören? Automatisiere diese Willkommens-Serie. So baut jeder neue Abonnent automatisch eine Beziehung zu dir auf, ohne dass du jedes Mal manuell etwas tun musst.
Phase 2: Social Media als Traffic-Quelle nutzen
Jetzt, und wirklich erst jetzt, nutzt du Social Media – aber mit einem klaren Ziel: Menschen auf deine Email-Liste zu bringen.
Wähle EINE Plattform für den Anfang. Nicht drei, nicht fünf. Eine. Dort, wo deine Zielgruppe ist. LinkedIn für B2B und Business. Instagram für Lifestyle und visuelle Themen. YouTube für Expertise und tiefere Inhalte. TikTok für junges Publikum und kurze, unterhaltsame Formate.
Poste Content mit einem klaren CTA. Jeder Post sollte auf dein Freebie hinweisen. „Link in Bio“ ist dein bester Freund. Nutze Tools wie Linktree oder Beacons, um von deinem Social-Profil direkt zur Landing Page zu führen.
Nutze die 80/20-Regel: 80% wertvoller, hilfreicher Content. 20% Promotion deines Newsletters. Die Menschen müssen erst Vertrauen aufbauen, bevor sie dir ihre Email-Adresse geben.
Phase 3: Der Kreislauf
Jetzt beginnt die Magie:
Social Media → Landing Page → Newsletter → Vertrauensaufbau → Verkauf → zufriedene Kunden → Empfehlungen → mehr Social-Reichweite → mehr Newsletter-Abonnenten
Du siehst: Social Media ist der Türöffner. Newsletter ist das Wohnzimmer. Auf Social Media lernst du jemanden kennen. Im Newsletter führst du das echte Gespräch.
Justin Welsh, der mit seinem One-Person-Business über 5 Millionen Dollar Jahresumsatz macht, nutzt LinkedIn mit 500.000 Followern ausschließlich dafür, Menschen auf seine Email-Liste zu bringen. Sein gesamtes Business läuft über Email. LinkedIn ist nur der Verteiler.
Die häufigsten Einwände (und warum sie nicht stimmen)
„Aber ich brauche doch erstmal eine Audience, bevor ich einen Newsletter starten kann!“
Falsch. Du brauchst Newsletter-Abonnenten, um eine echte Audience aufzubauen. Starte mit 0. Jeder erfolgreiche Newsletter hat mit 0 angefangen. Dein erster Abonnent ist der wichtigste – nicht der 10.000ste.
„Newsletter sind doch altmodisch. Niemand liest mehr Emails!“
Die Zahlen sagen etwas anderes. Die Anzahl der Email-Nutzer weltweit wächst jährlich um 3-4% und liegt bei über 4,5 Milliarden Menschen. Jeden Tag werden über 300 Milliarden Emails versendet. Email-Marketing hat einen ROI von durchschnittlich 3600% – höher als jeder andere Marketing-Kanal.
„Ich habe nicht die Zeit, beides zu machen!“
Genau deshalb sage ich: Fang mit dem Newsletter an. Ein guter Newsletter braucht 1-2 Stunden pro Woche. Social Media kann ein Zeitfresser ohne Ende sein. Wenn du nur begrenzte Zeit hast, investiere sie in den Kanal, der dir gehört und der verkauft.
„Aber auf Social Media kann ich viral gehen und schnell wachsen!“
Klar, virality ist möglich. Aber sie ist nicht nachhaltig und nicht planbar. 90% der viralen Posts führen zu Followern, nicht zu Kunden. Außerdem: Auch wenn du viral gehst – wohin leitest du die Leute? Richtig, auf deine Email-Liste. Sonst verpufft der Moment.
Deine nächsten Schritte: So startest du heute
Genug geredet. Hier ist, was du in den nächsten 7 Tagen tun solltest:
Tag 1-2: Email-Tool einrichten. Melde dich bei ConvertKit, MailerLite oder Brevo an. Nimm dir die Zeit, dich mit dem Tool vertraut zu machen. Erstelle ein einfaches Anmeldeformular.
Tag 3-4: Freebie erstellen. Denk an ein konkretes Problem deiner Zielgruppe. Erstelle eine 3-5-seitige Lösung. Ein Google Doc reicht für den Anfang. Hauptsache, es ist wertvoll und umsetzbar.
Tag 5: Landing Page bauen. Eine simple Seite mit Überschrift, 3-5 Bullet Points (was das Freebie bietet) und dem Anmeldeformular. Nutze dafür Carrd, ein Notion-Template oder ein WordPress-Plugin wie OptinMonster.
Tag 6: Willkommens-Email schreiben. Eine Email, die automatisch rausgeht, wenn sich jemand anmeldet. Bedanke dich, liefere das Freebie, erzähle kurz, wer du bist und was als nächstes kommt.
Tag 7: Ersten Social-Media-Post erstellen. Teile wertvollen Content zu deinem Thema – mit einem Hinweis auf dein Freebie am Ende.
Das wars. Du hast jetzt ein funktionierendes System. Nicht perfekt, aber funktionierend. Perfekt kommt später.
Die Wahrheit über nachhaltiges Wachstum
Hier ist die Sache: Social Media gibt dir das Dopamin. Die Likes, die Kommentare, die Follower-Zahl, die steigt – das fühlt sich gut an. Es ist wie Zucker: Schnelle Energie, aber keine langfristige Substanz.
Newsletter-Aufbau fühlt sich langsamer an. Vielleicht gewinnst du in den ersten Wochen nur 10-20 Abonnenten. Keine Likes, keine Kommentare, kein öffentlicher Social Proof. Aber diese 10-20 Menschen haben dir bewusst ihre Email-Adresse gegeben. Sie wollen von dir hören. Und wenn du ihnen regelmäßig Mehrwert lieferst, werden aus diesen 20 Menschen 200, dann 2.000, dann 20.000.
Gary Vaynerchuk, einer der lautesten Befürworter von Social Media, hat selbst einen Newsletter mit über 100.000 Abonnenten. Warum? Weil er weiß: „Social Media bringt Attention. Email bringt Intention. Und Intention kauft.“
Die beste Strategie ist nicht entweder-oder, sondern sowohl-als-auch – mit klaren Prioritäten. Social Media als Köder, Newsletter als Haken, dein Produkt oder Service als Fang.
Aber wenn du gerade erst anfängst, wenn du limitierte Zeit und Energie hast, wenn du ein echtes, nachhaltiges Online-Business aufbauen willst: Fang mit dem Newsletter an.
Bau das Fundament, bevor du das Haus dekorierst. Sorge dafür, dass du ein Asset besitzt, bevor du Zeit in gemietete Aufmerksamkeit investierst.
Und dann, wenn dein Newsletter läuft, wenn du eine automatisierte Willkommens-Serie hast, wenn die ersten 50-100 Abonnenten auf deiner Liste stehen – dann gib Gas auf Social Media. Dann hast du ein System, das funktioniert. Dann führt jeder virale Post, jeder erfolgreiche Reel, jeder geteilte Artikel zu Menschen auf deiner Liste – zu Menschen, die dir gehören, die du jederzeit erreichen kannst, die zu Kunden werden können.
Dein erster Schritt beginnt jetzt
Du hast jetzt alle Informationen, die du brauchst. Die Frage ist: Was machst du damit?
Du kannst diesen Artikel schließen, zurück zu Instagram gehen und weiter auf Reichweite hoffen. Oder du kannst die nächsten 30 Minuten investieren und dein Email-Tool einrichten.
Die erfolgreichsten Online-Unternehmer, die ich kenne, haben alle eines gemeinsam: Sie haben früh mit dem Aufbau ihrer Email-Liste angefangen. Nicht wenn sie 10.000 Follower hatten. Nicht wenn sie „bereit“ waren. Sondern am Anfang.
Deine ersten 100 Newsletter-Abonnenten sind wertvoller als deine ersten 10.000 Social-Media-Follower. Sie sind der Beweis, dass Menschen bereit sind, dir Zugang zu ihrem Posteingang zu geben. Sie sind der Kern deiner Community. Sie sind deine ersten potenziellen Kunden.
Also: Welchen Email-Service-Provider wirst du heute einrichten? Was wird dein erstes Freebie sein? Wann schickst du deine erste Newsletter-Email raus?
Die beste Zeit, deine Email-Liste zu starten, war vor einem Jahr. Die zweitbeste Zeit ist heute.
Fang an. Deine zukünftigen 10.000 Abonnenten warten schon auf dich.
Stell dir vor, du investierst zwei Jahre deines Lebens in den Aufbau deiner Instagram-Präsenz. Jeden Tag postest du wertvollen Content, antwortest auf Kommentare, baust eine Community von 50.000 Followern auf. Dann ändert Instagram über Nacht den Algorithmus – und deine Reichweite bricht um 80% ein. Oder schlimmer: Dein Account wird aus irgendeinem Grund gesperrt. Puff. Zwei Jahre Arbeit, weg.
Genau das ist 2023 tausenden Content Creators passiert. Und genau deshalb stelle ich dir heute eine provokante These vor: Wenn du zwischen dem Aufbau deines Newsletters und deiner Social-Media-Präsenz wählen musst, solltest du mit dem Newsletter anfangen.
Ich weiß, was du jetzt denkst: „Aber Newsletter sind doch altmodisch! Alle sind auf Instagram, TikTok, LinkedIn!“ Und ja, Social Media ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Aber lass mich dir erklären, warum dein Newsletter die Grundlage deines Online-Business sein sollte – und Social Media das Werkzeug, um ihn zu füllen.
Der fundamentale Unterschied: Besitz vs. Miete
Hier ist die harte Wahrheit über Social Media: Du besitzt deine Follower nicht. Du mietest sie von Facebook, Instagram, TikTok oder LinkedIn. Diese Plattformen leihen dir Aufmerksamkeit – unter ihren Bedingungen.
Mark Zuckerberg kann morgen entscheiden, dass organische Reichweite nur noch 2% beträgt (tatsächlich liegt sie auf Facebook oft schon darunter). Elon Musk kann X komplett umkrempeln. TikTok kann in deinem Land verboten werden. Du hast null Kontrolle darüber.
Deine Email-Liste gehört dir. Punkt. Niemand kann dir diese Liste wegnehmen. Niemand kann zwischen dich und deine Community treten. Kein Algorithmus entscheidet, wer deine Nachricht sieht.
Tim Ferriss, Autor von „Die 4-Stunden-Woche“ und einer der erfolgreichsten Content Creator überhaupt, hat einmal gesagt: „Meine Email-Liste ist mein wertvollstes digitales Asset. Wenn ich morgen alle Social-Media-Accounts verlieren würde, könnte ich mein Business von Null wieder aufbauen – solange ich meine Email-Liste habe.“
Denk mal darüber nach: Wenn du 10.000 Instagram-Follower hast, erreichst du mit einem Post vielleicht 500-1000 Menschen – wenn du Glück hast. Wenn du 10.000 Newsletter-Abonnenten hast, landen deine Emails bei 9.500+ Menschen direkt im Posteingang. Die Öffnungsrate bei einem gepflegten Newsletter liegt durchschnittlich bei 20-40%, bei Social Media beträgt die organische Reichweite oft unter 5%.
Der Wert einer Email-Adresse: Warum Newsletter dein Umsatz-Motor sind
Lass uns über Geld sprechen. Denn am Ende willst du mit deinem Online-Business ja auch Geld verdienen, oder?
Es gibt eine alte Marketing-Weisheit: „Das Geld liegt in der Liste.“ Und die Zahlen geben ihr Recht. Eine Email-Adresse ist im E-Commerce durchschnittlich 20-40 Euro wert – abhängig von deiner Nische und wie gut du deine Liste pflegst.
Pat Flynn, der mit seinem Blog „Smart Passive Income“ mehrere Millionen Dollar Umsatz macht, hat öffentlich seine Zahlen geteilt: Auf jeden Dollar, den er in Email-Marketing investiert, kommen 42 Dollar Umsatz zurück. Bei Social-Media-Ads liegt der Return on Investment deutlich niedriger.
Warum ist das so? Weil Email das persönlichste digitale Medium ist. Menschen checken ihre Emails mehrmals täglich. Sie geben dir bewusst Zugang zu ihrem Posteingang – dem Ort, wo die wichtigsten Nachrichten landen. Das ist Vertrauen. Und Vertrauen lässt sich monetarisieren.
Die Customer Journey verstehen
Denk an deinen eigenen letzten Online-Kauf. Wahrscheinlich lief es so ab:
Du hast jemanden auf Social Media entdeckt, fandest den Content interessant, bist dem Account gefolgt. Vielleicht hast du ein paar Posts gesehen, ein Video geschaut. Dann hast du dich für den Newsletter eingetragen, weil es ein cooles Freebie gab. Über die nächsten Wochen hast du regelmäßig Emails bekommen. Wertvoller Content, persönliche Einblicke, hilfreiche Tipps. Und dann, nach der fünften oder sechsten Email, kam das Angebot – und du hast gekauft.
Social Media ist der Eisbrecher. Email ist der Vertrauensaufbau. Der Newsletter ist das Verkaufsgespräch.
Die meisten Menschen kaufen nicht beim ersten Kontakt. Sie brauchen 7-12 Berührungspunkte mit deiner Marke, bevor sie kaufbereit sind. Und genau hier brilliert Email-Marketing: Du kannst eine automatisierte Willkommens-Serie erstellen, die neue Abonnenten über Wochen hinweg nurturet, Vertrauen aufbaut und zum Kauf führt – alles auf Autopilot.
Russell Brunson, Gründer von ClickFunnels und selbst mit Email-Marketing zum Millionär geworden, sagt: „Der Zweck deines gesamten Social-Media-Contents ist es, Menschen auf deine Email-Liste zu bekommen. Dort findet die eigentliche Beziehung statt. Dort passieren die Verkäufe.“
Langfristige Strategie: Aufbau eines echten Assets
Lass uns strategisch denken. Du baust ein Business, keinen Hobby-Account. Ein echtes Business braucht Assets – Vermögenswerte, die im Wert steigen.
Eine Email-Liste ist so ein Asset. Sie wächst (hoffentlich) kontinuierlich. Sie wird wertvoller mit der Zeit, weil die Beziehung zu deinen Abonnenten tiefer wird. Wenn du dein Business eines Tages verkaufen möchtest, ist deine Email-Liste oft der wertvollste Teil – mehr wert als deine Website, dein Content oder deine Social-Media-Accounts.
Social-Media-Follower sind volatil. Menschen folgen dir heute, entfolgen dich morgen. Der Algorithmus spielt verrückt. Trends ändern sich. TikTok ist heute hip, morgen vielleicht durch die nächste Plattform ersetzt.
Die Plattform-Roulette vermeiden
Erinnerst du dich an Vine? An Google+? An MySpace? Alle waren mal „die Zukunft“. Heute sind sie Geschichte. Tausende Creator haben ihre kompletten Audiences verloren, als diese Plattformen eingestellt wurden.
Selbst bei aktuellen Plattformen ist nichts garantiert. Als Facebook seine Algorithmen änderte, mussten viele Seiten-Betreiber mit Millionen Likes feststellen, dass plötzlich kaum noch jemand ihre Posts sah. Die durchschnittliche organische Reichweite einer Facebook-Seite liegt heute bei unter 2%.
Email hingegen existiert seit den 70er Jahren und wird nicht verschwinden. Die Technologie ist standardisiert, offen und unabhängig von einzelnen Unternehmen. Deine Email-Liste kannst du von Mailchimp zu ConvertKit zu ActiveCampaign zu welchem Anbieter auch immer mitnehmen. Sie gehört dir.
Noah Kagan, Gründer von AppSumo, hat seinen Newsletter auf über 1 Million Abonnenten aufgebaut. Er sagt: „Ich habe in den letzten 15 Jahren auf mindestens 10 verschiedenen Social-Media-Plattformen Content gepostet. Die meisten davon existieren nicht mehr oder sind irrelevant geworden. Aber meine Email-Liste? Die ist immer noch da und wächst.“
Der psychologische Vorteil: Aufmerksamkeit in einer ablenkenden Welt
Wir leben im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie. Und Social Media ist das Epizentrum der Ablenkung.
Wenn jemand Instagram öffnet, ist er im Entertainment-Modus. Er scrollt, liked, wird von einem Reel zum nächsten gezogen. Dein Post konkurriert mit Urlaubsfotos, Katzenvideos, News und hundert anderen Dingen. Die durchschnittliche Verweildauer bei einem Social-Media-Post liegt bei 1-2 Sekunden.
Wenn jemand seine Emails öffnet, ist er im Aufnahme-Modus. Er will Informationen konsumieren. Er hat bewusst entschieden, seinen Posteingang zu checken. Und wenn er deine Email öffnet, gehört ihm für die nächsten Minuten seine volle Aufmerksamkeit – keine Banner, keine Vorschläge für andere Accounts, keine Ablenkungen.
Die Beziehungstiefe macht den Unterschied
Social Media ist oberflächlich. Es muss oberflächlich sein – es ist auf schnelle Interaktion ausgelegt. Double-Tap, Scroll, nächster Post.
Email ermöglicht Tiefe. Du kannst längere, durchdachte Nachrichten schreiben. Du kannst persönlicher werden. Du kannst Geschichten erzählen, ohne ständig von einem Algorithmus unterbrochen zu werden, der „relevantere“ Inhalte zeigen will.
Ann Handley, eine der erfolgreichsten Content-Marketers weltweit, schreibt wöchentlich einen Newsletter mit mehreren tausend Wörtern. Ihre Öffnungsraten liegen konstant über 40%. Sie sagt: „In meinem Newsletter kann ich die Person sein, die ich wirklich bin. Auf Social Media muss ich mich an Formate, Trends und Algorithmen anpassen. Meine Newsletter-Abonnenten kennen mich besser als meine 100.000 Social-Follower.“
Die praktische Wahrheit: Wie du beides sinnvoll nutzt
Okay, genug Theorie. Lass uns praktisch werden. Die Wahrheit ist: Du brauchst beides. Aber du solltest mit dem Newsletter anfangen und Social Media strategisch nutzen.
Hier ist deine Strategie:
Phase 1: Newsletter-Fundament legen
Bevor du auch nur einen Social-Media-Post veröffentlichst, richte deinen Newsletter ein:
Wähle einen Email-Service-Provider. Für den Anfang empfehle ich ConvertKit (speziell für Creator), MailerLite (günstig und einfach) oder Brevo (kostenlos bis 300 Abonnenten). Du brauchst am Anfang keine teuren Tools mit allen Features.
Erstelle ein unwiderstehliches Freebie. Das ist der Köder, mit dem du Menschen auf deine Liste bekommst. Eine Checkliste, ein Mini-Kurs, ein PDF-Guide, eine Vorlage – etwas, das ein konkretes Problem deiner Zielgruppe löst. Keine 50-seitige Abhandlung. Etwas Kompaktes, Umsetzbares, Wertvolles.
Baue eine einfache Landing Page. Eine Seite mit einer klaren Überschrift („Lade dir meinen kostenlosen Guide herunter“), den Vorteilen deines Freebies und einem Anmeldeformular. Fertig. Nutze dafür Tools wie Carrd, Notion oder ein einfaches WordPress-Plugin.
Plane deine ersten 5-10 Emails. Was sollen neue Abonnenten in den ersten Wochen von dir hören? Automatisiere diese Willkommens-Serie. So baut jeder neue Abonnent automatisch eine Beziehung zu dir auf, ohne dass du jedes Mal manuell etwas tun musst.
Phase 2: Social Media als Traffic-Quelle nutzen
Jetzt, und wirklich erst jetzt, nutzt du Social Media – aber mit einem klaren Ziel: Menschen auf deine Email-Liste zu bringen.
Wähle EINE Plattform für den Anfang. Nicht drei, nicht fünf. Eine. Dort, wo deine Zielgruppe ist. LinkedIn für B2B und Business. Instagram für Lifestyle und visuelle Themen. YouTube für Expertise und tiefere Inhalte. TikTok für junges Publikum und kurze, unterhaltsame Formate.
Poste Content mit einem klaren CTA. Jeder Post sollte auf dein Freebie hinweisen. „Link in Bio“ ist dein bester Freund. Nutze Tools wie Linktree oder Beacons, um von deinem Social-Profil direkt zur Landing Page zu führen.
Nutze die 80/20-Regel: 80% wertvoller, hilfreicher Content. 20% Promotion deines Newsletters. Die Menschen müssen erst Vertrauen aufbauen, bevor sie dir ihre Email-Adresse geben.
Phase 3: Der Kreislauf
Jetzt beginnt die Magie:
Social Media → Landing Page → Newsletter → Vertrauensaufbau → Verkauf → zufriedene Kunden → Empfehlungen → mehr Social-Reichweite → mehr Newsletter-Abonnenten
Du siehst: Social Media ist der Türöffner. Newsletter ist das Wohnzimmer. Auf Social Media lernst du jemanden kennen. Im Newsletter führst du das echte Gespräch.
Justin Welsh, der mit seinem One-Person-Business über 5 Millionen Dollar Jahresumsatz macht, nutzt LinkedIn mit 500.000 Followern ausschließlich dafür, Menschen auf seine Email-Liste zu bringen. Sein gesamtes Business läuft über Email. LinkedIn ist nur der Verteiler.
Die häufigsten Einwände (und warum sie nicht stimmen)
„Aber ich brauche doch erstmal eine Audience, bevor ich einen Newsletter starten kann!“
Falsch. Du brauchst Newsletter-Abonnenten, um eine echte Audience aufzubauen. Starte mit 0. Jeder erfolgreiche Newsletter hat mit 0 angefangen. Dein erster Abonnent ist der wichtigste – nicht der 10.000ste.
„Newsletter sind doch altmodisch. Niemand liest mehr Emails!“
Die Zahlen sagen etwas anderes. Die Anzahl der Email-Nutzer weltweit wächst jährlich um 3-4% und liegt bei über 4,5 Milliarden Menschen. Jeden Tag werden über 300 Milliarden Emails versendet. Email-Marketing hat einen ROI von durchschnittlich 3600% – höher als jeder andere Marketing-Kanal.
„Ich habe nicht die Zeit, beides zu machen!“
Genau deshalb sage ich: Fang mit dem Newsletter an. Ein guter Newsletter braucht 1-2 Stunden pro Woche. Social Media kann ein Zeitfresser ohne Ende sein. Wenn du nur begrenzte Zeit hast, investiere sie in den Kanal, der dir gehört und der verkauft.
„Aber auf Social Media kann ich viral gehen und schnell wachsen!“
Klar, virality ist möglich. Aber sie ist nicht nachhaltig und nicht planbar. 90% der viralen Posts führen zu Followern, nicht zu Kunden. Außerdem: Auch wenn du viral gehst – wohin leitest du die Leute? Richtig, auf deine Email-Liste. Sonst verpufft der Moment.
Deine nächsten Schritte: So startest du heute
Genug geredet. Hier ist, was du in den nächsten 7 Tagen tun solltest:
Tag 1-2: Email-Tool einrichten. Melde dich bei ConvertKit, MailerLite oder Brevo an. Nimm dir die Zeit, dich mit dem Tool vertraut zu machen. Erstelle ein einfaches Anmeldeformular.
Tag 3-4: Freebie erstellen. Denk an ein konkretes Problem deiner Zielgruppe. Erstelle eine 3-5-seitige Lösung. Ein Google Doc reicht für den Anfang. Hauptsache, es ist wertvoll und umsetzbar.
Tag 5: Landing Page bauen. Eine simple Seite mit Überschrift, 3-5 Bullet Points (was das Freebie bietet) und dem Anmeldeformular. Nutze dafür Carrd, ein Notion-Template oder ein WordPress-Plugin wie OptinMonster.
Tag 6: Willkommens-Email schreiben. Eine Email, die automatisch rausgeht, wenn sich jemand anmeldet. Bedanke dich, liefere das Freebie, erzähle kurz, wer du bist und was als nächstes kommt.
Tag 7: Ersten Social-Media-Post erstellen. Teile wertvollen Content zu deinem Thema – mit einem Hinweis auf dein Freebie am Ende.
Das wars. Du hast jetzt ein funktionierendes System. Nicht perfekt, aber funktionierend. Perfekt kommt später.
Die Wahrheit über nachhaltiges Wachstum
Hier ist die Sache: Social Media gibt dir das Dopamin. Die Likes, die Kommentare, die Follower-Zahl, die steigt – das fühlt sich gut an. Es ist wie Zucker: Schnelle Energie, aber keine langfristige Substanz.
Newsletter-Aufbau fühlt sich langsamer an. Vielleicht gewinnst du in den ersten Wochen nur 10-20 Abonnenten. Keine Likes, keine Kommentare, kein öffentlicher Social Proof. Aber diese 10-20 Menschen haben dir bewusst ihre Email-Adresse gegeben. Sie wollen von dir hören. Und wenn du ihnen regelmäßig Mehrwert lieferst, werden aus diesen 20 Menschen 200, dann 2.000, dann 20.000.
Gary Vaynerchuk, einer der lautesten Befürworter von Social Media, hat selbst einen Newsletter mit über 100.000 Abonnenten. Warum? Weil er weiß: „Social Media bringt Attention. Email bringt Intention. Und Intention kauft.“
Die beste Strategie ist nicht entweder-oder, sondern sowohl-als-auch – mit klaren Prioritäten. Social Media als Köder, Newsletter als Haken, dein Produkt oder Service als Fang.
Aber wenn du gerade erst anfängst, wenn du limitierte Zeit und Energie hast, wenn du ein echtes, nachhaltiges Online-Business aufbauen willst: Fang mit dem Newsletter an.
Bau das Fundament, bevor du das Haus dekorierst. Sorge dafür, dass du ein Asset besitzt, bevor du Zeit in gemietete Aufmerksamkeit investierst.
Und dann, wenn dein Newsletter läuft, wenn du eine automatisierte Willkommens-Serie hast, wenn die ersten 50-100 Abonnenten auf deiner Liste stehen – dann gib Gas auf Social Media. Dann hast du ein System, das funktioniert. Dann führt jeder virale Post, jeder erfolgreiche Reel, jeder geteilte Artikel zu Menschen auf deiner Liste – zu Menschen, die dir gehören, die du jederzeit erreichen kannst, die zu Kunden werden können.
Dein erster Schritt beginnt jetzt
Du hast jetzt alle Informationen, die du brauchst. Die Frage ist: Was machst du damit?
Du kannst diesen Artikel schließen, zurück zu Instagram gehen und weiter auf Reichweite hoffen. Oder du kannst die nächsten 30 Minuten investieren und dein Email-Tool einrichten.
Die erfolgreichsten Online-Unternehmer, die ich kenne, haben alle eines gemeinsam: Sie haben früh mit dem Aufbau ihrer Email-Liste angefangen. Nicht wenn sie 10.000 Follower hatten. Nicht wenn sie „bereit“ waren. Sondern am Anfang.
Deine ersten 100 Newsletter-Abonnenten sind wertvoller als deine ersten 10.000 Social-Media-Follower. Sie sind der Beweis, dass Menschen bereit sind, dir Zugang zu ihrem Posteingang zu geben. Sie sind der Kern deiner Community. Sie sind deine ersten potenziellen Kunden.
Also: Welchen Email-Service-Provider wirst du heute einrichten? Was wird dein erstes Freebie sein? Wann schickst du deine erste Newsletter-Email raus?
Die beste Zeit, deine Email-Liste zu starten, war vor einem Jahr. Die zweitbeste Zeit ist heute.
Fang an. Deine zukünftigen 10.000 Abonnenten warten schon auf dich.
